Forexbroker – international oder doch lieber heimische Anbieter?

Wall Street Straßenschild - Rainer Sturm - pixelio.de

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Forex hat sich in den letzten Jahren auch bei deutschen Anlegern, ähnlich zu dem Handel mit binären Optionen, mehr und mehr durchgesetzt. Der Devisenhandel, mit mehr als 5 Billiarden US-Dollar durchschnittlichem Tagesumsatz, war in früheren Jahren nur den institutionellen Tradern vorbehalten. Forexbroker wenden sich jedoch direkt an private Anleger und ermöglichen den Handel auch mit kleineren Summen im Rahmen von Hebelgeschäften. Wer sich mit dieser Form des Tradens beschäftigen möchte, wird feststellen, dass der Markt von ausländischen Anbietern dominiert wird. In den letzten Jahren haben sich neben einigen Direktbanken aber auch deutsche Broker etabliert. Es stellt sich natürlich die Frage, ob es hier qualitative Unterschiede gibt.

 

Der Handel beginnt mit der Brokerauswahl

Der schillernden Werbung der zypriotischen oder britischen Broker gegenüber nimmt sich das Auftreten der deutschen Broker geradezu zurückhaltend aus. Man könnte denken, dass diese Broker das schnelle und glitzernde Geschäft des Devisenhandels mit deutschen Tugenden füllen möchten. Den bunten Werbeversprechen auf das schnelle Geld steht Seriosität im Auftreten gegenüber. Trader, die in diesem durchaus verlustreichen Handelssegment ein Minimum an Sicherheit suchen, könnten sich für einen deutschen Broker entscheiden. Ein klarer Pluspunkt stellt für diese Anleger sicherlich die Regulierung durch die Bafin dar. Aber nicht nur die Regulierung mag ein Grund sein, ein Handelskonto bei einem deutschen Broker zu eröffnen. Wer neu in den Forexhandel einsteigt, wird mit Fachtermini überflutet und einer gänzlich anderen Art des Tradens als er es vielleicht aus dem Aktiengeschäft her gewöhnt ist. Die Möglichkeit zu einer gründlichen Einarbeitung ist daher in diesem Geschäftsfeld das A und O für den künftigen erfolgreichen Handel. Demokonten, wie sie beispielsweise auch der britische Anbieter IG.com zur Verfügung stellt, sind seitens der Broker ein Muss. Dieser Broker wird nicht nur durch die britische Aufsichtsbehörde FCA, sondern aufgrund seiner Zweigniederlassung in Düsseldorf auch durch die Bafin reguliert. Die Betrachtung der internationalen Anbieter macht deutlich, dass es hier natürlich auch Unterschiede gibt. Eine Regulierung durch die britische Aufsichtsbehörde gilt ebenfalls als Qualitätssiegel.

Münzen auf Taschenrechner - Thorsten Freyer - pixelo.de

Gibt es Ausbildungsstandards?

Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Broker unterscheiden sich erheblich. Einige verzichten gar auf kostenlose Demokonten, andere bieten umfangreiche Videotutorials und Webinare an. Der Vorteil deutscher Broker oder Broker mit Niederlassung in Deutschland liegt darin, dass der Besuch von Präsenzseminaren natürlich deutlich einfacher vonstatten geht. Der Forexhandel basiert auf Strategien. Die Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung einer Strategie basiert natürlich darauf, dass der Trader ein Chart lesen und interpretieren kann. Nur so lassen sich die entsprechenden Handelssignale erkennen und nutzen. Diese Fähigkeit lässt sich aber nur durch das Üben mittels Demokontos erarbeiten, ohne, dass massives Lehrgeld gezahlt werden muss. Während sich viele zypriotische Unternehmen auch an die Anleger wenden, die den Forexhandel eher als Spiel betrachten und nach einigen Trades den Spaß verlieren, zielen die deutschen Broker auf diejenigen ab, welche eine nachhaltige Ernsthaftigkeit mitbringen. Dieser Sachverhalt manifestiert sich in den vergleichsweise höheren Ersteinlagen auf den Handelskonten, hat aber auch zum Ziel, eine langfristige Geschäftsbeziehung aufzubauen. Einsteiger, die doch mit eher geringen Summen beginnen möchten, finden in diesem Video eine erste Idee, wie man mit Forex auch mit kleinen Summen Geld verdienen kann.
Es gilt nicht für alle ausländischen Broker, jedoch für einige. Wer es vorzieht, den Support auf Deutsch zu kontaktieren, sollte einen Blick auf die Seite des Anbieters werfen. Dort finden sich Informationen darüber, ob eine deutsche Hotline vorhanden ist, oder Englischkenntnisse vorausgesetzt werden. Bereits die deutschsprachige Seite der Anbieter gibt bei dem einen oder anderen Broker einen Hinweis darauf, wie es um die Deutschkenntnisse bestellt ist, ein Sachverhalt, der bei hiesigen Finanzdienstleistern irrelevant ist.

 

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