Gold als Inflationsresistente und feste Anlaufstation bei Weltgeschehen

Goldbarren

Ein Goldbarren - www.ml-media.martinlietz.de / pixelio.de

Geldanlage in unsicheren Zeiten

Das Thema Geldanlage ist zwar immer aktuell, spielt aber in Krisenzeiten eine besonders wichtige Rolle. In Corona-Zeiten ist es deshalb natürlich besonders akut, da hier deutlich wird, wie volatil Märkte reagieren können. Es besteht unter allen Experten weitgehende Einigkeit, dass letztlich nur Sachanlagen einen Schutz vor Vermögensverlust bieten können. Somit kommen für langfristige Investments nur Aktien, Immobilien und Gold wirklich in Frage. Als Anleger sollte ich immer einen gewissen Teil meines Vermögens in allen dieser Anlageklassen investiert haben. Gold hat besonders in Niedrigzinsperioden, wie wir sie gerade erleben, seine Stärken. Einen guten Überblick, warum das so ist, bietet folgendes Interview mit den Experten von Karatbars:

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Karatbars-im-Interview-Kommt-der-Ruecksetzer-im-Goldpreis-451661.html

Sie kommen zu dem Schluss, dass der Nachteil von Gold (keine Zinsen) aktuell eher positiv ins Gewicht fällt, da Zinsen mit herkömmlichen Anlageformen auch nicht zu erzielen sind. Gold bietet hier den Vorteil, dass es weltweit über alle Grenzen handelbar ist und als sicherer Hafen angesehen wird. Ein starker Wertverfall ist insofern kurzfristig nicht zu erwarten. Nachteilig kann sich aber auswirken, dass Gold in diesem Kontext zwangsläufig auch in den Fokus von Spekulanten gerät und so kurzfristige Einflüsse eine Rolle spielen können. Diese werden sich allerdings primär über die Terminmärkte äußern und damit zwar kurzfristige Schwankungen verursachen, jedoch keinen großen Einfluss auf die mittel- und langfristige Preisentwicklung haben. Solange die Zinsen niedrig bleiben, ist davon auszugehen, dass der Goldpreis auf einem hohen Niveau bleiben wird, Krisen wie aktuell Corona werden eher einen positiven Einfluss haben. Zu beachten bleibt, dass der Goldpreis in Dollar notiert, für Euro-Anleger insofern auch die Entwicklung der Relation Euro gegenüber Dollar eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Als Fazit lässt sich festhalten: Gold eignet sich für den privaten Anleger nicht als kurzfristiges Spekulationsobjekt und es sind keine spektakulären kurzfristigen Kurssteigerungen zu erwarten. Für die mittel- und langfristige Absicherung größerer Vermögen ist es jedoch ein unabdingbarer Bestandteil jedes Portfolios. Von den meisten Experten wird ein Anteil von 10 bis maximal 20 Prozent empfohlen.

Bleibt noch die Frage nach der Form der Goldanlage: Abzuraten ist auf jeden Fall von Schmuck, beim Verkauf kann hier meist nur der Materialwert erzielt werden, der Einkaufspreis wird aber deutlich darüber liegen. Die Anlage in physischer Form (Barren, Münzen wie Krügerrand) ist möglich, hat jedoch ebenfalls zwei Nachteile: Es muss ein sicherer Aufbewahrungsort zur Verfügung stehen, idealerweise ein Banksafe und auch hier gibt es einen Spread zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis. Dieser ist bedingt durch die verstärkte Nachfrage aktuell recht hoch und liegt zwischen vier und fünf Prozent. Für den privaten Anleger sind somit im Moment Gold-ETCs wie zum Beispiel Xetra-Gold die beste Alternative: Sie werden ganz normal an der Börse gehandelt, sind physisch hinterlegt (also ohne Risiko) und kosten nur eine geringe Aufbewahrungsgebühr (bei einem Discount-Broker rund 0,4% im Jahr).

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