Handel mit CFD – Eine Standortbestimmung

Kursentwicklung - Rainer Sturm / pixelio.de

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Niedrige Zinsen, noch niedrigere Zinsen, negative Zinsen – so oder so ähnlich lauten inzwischen täglich die Schlagzeilen. Hier auf SEPA-Portal.com betrachten wir daher regelmäßig Alternativen, bei denen die Renditechancen besser sind. In früheren Artikeln haben wir bereits das Thema Foreign Exchange, kurz FOREX, Immobilieninvestments und Exchange Traded Funds (ETF) vorgestellt.

In diesem Artikel möchten wir uns die „contract for difference“ (CFD) anschauen. CFD sind ein wenig bekanntes Finanzinstrument, welches ähnlich FOREX und ETF erst in der jüngeren Zeit zu mehr Bekanntheit gelangt ist.

 

Was ist ein CFD?

 Differenzkontrakte , wie man CFD auf deutsch nennt, sind eine Spekulation auf einen bestimmten Basiswert. Ähnlich zu FOREX kann dieser Differenzkontrakt eine Wette auf ein Steigen des Basiswertes oder ein Fallen des Basiswertes sein.

Ein Basiswert kann bei CFD eine Aktie, ein Index (z.b. der DAX oder der Goldpreis), ein Wechselkurs und vieles mehr sein.

Ein Beispiel:

Sie analysieren einen Basiswert und bilden sich eine Meinung dazu. Die Entscheidung einen CFD auf diese Basis zu kaufen, kann nun in 2 Varianten ablaufen:

Variante 1: CFD auf steigende Kurse

Sie kaufen für einen bestimmten Betrag CFD für eine Long-Position. Steigt der Basiswert ist Ihr Einsatz erfolgreich gewesen und Sie erhalten den entsprechenden Gegenwert.

Variante 2: CFD auf fallende Kurse

Sie kaufen für einen bestimmten Betrag CFD für eine Short-Position. Was Sie allerdings eigentlich tun ist, Sie verkaufen CFDs, die Sie selbst noch gar nicht besitzen. Man nennt dies auch Leerverkauf.

Fällt der Kurs nachdem Sie den Kauf getätigt haben, erhalten Sie Ihren Einsatz plus „den Verlust“ als positiven Zins.

CFD sind trotz der auf den ersten Blick recht simplen Funktionsweise, komplexe Konstrukte. Denn in der Regel werden CFD über einen Hebel gehandelt.

Hebel

Der Broker über den Sie handeln, gewährt Ihnen einen Hebel in der Regel zwischen 1:50 und 1:200. Wenn Sie 100 € auf Ihrem Traderkonto haben, können Sie Investments bis 5000 € bzw. 20.000 € tätigen. Die Differenz legt der Broker dazu.

Steigt der Basiswert um 10% ( beim 1:50 Beispiel 5500 € ) haben Sie 500 € Gewinn gemacht, was im Vergleich zum Einsatz 500% sind.

Aber Vorsicht, der Hebel funktioniert genauso in die andere Richtung! Daher empfiehlt es sich zu Beginn mit kleinen Summen einzusteigen und etwas Lehrgeld zur Seite zu legen. Wie bei den meisten Investments wird man dies früher oder später bezahlen.

Einordnung

CFD sind in der Regel hoch volatile Investments. Ein Großteil der CFD-Trader setzt daher auf einen kurzfristigen Investmenthorizont, auch wegen der Finanzierungskosten Kosten, wenn CFD nicht am Kauftag wieder verkauft werden.

Langfristige Investments in CFD sind seltener, aber doch möglich. In diesem Fall sollte ein Trader mit niedrigen Finanzierungskosten gewählt werden.

Fazit

Wer in CFD investiert, sollte risikoaffin sein und sich vorher ausführlich informieren. Die richtige Broker-Wahl beim Handel mit CFDs kann einen großen Unterschied machen, vergleichen Sie daher Anbieter und Preise.

2 Replies to “Handel mit CFD – Eine Standortbestimmung”

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